Das Verhalten in der Trainingsstätte

  • Vor dem Training
    Hände & Füße waschen, Schmuck ablegen, sauberen Gi oder Trainingskleidung anlegen, hier ist auch noch Zeit sich privat zu unterhalten, spätestens auf der Matte ist damit Schluß. Finger- und Fußnägel sind kurz zu halten.
  • Training
    Verbeugung bevor man die Matte betritt, damit zeigt jeder an dass er die Dojo Regeln anerkennt. Die Trainingsgruppe stellt sich vor dem Trainingsbeginn nebeneinander vor dem Lehrer/Meister in Reihenfolge ihrer Graduierung auf. Der Lehrer/Meister zeigt an ob im Stand oder Kniesitz angegrüßt wird.
  • Angrüßen im Stand
    Einfache Verbeugung, d.h. Oberkörper ab Hüfte nach vorn beugen, Hände in Gebetshaltung vor der Brust oder an der Hosennaht.
  • Angrüßen im Kniesitz
    Hände auf Oberschenkel legen, der Lehrer/Meister gibt das Kommando Mokuso (sprich: moksu). Daraufhin werden die Augen geschlossen und sich so auf das Training vorzubereiten, d.h. den Geist vom Alltag frei machen damit die Aufnahmefähigkeit und Konzentration für das Neue optimiert wird. Der Schüler mit dem höchsten Kyu-Grad schaut mit halbgeöffneten Augen zum Lehrer/Meister bis dieser mit einem leichten Kopfnicken andeutet, die Sitzung zu beenden. Dies bekundet dann der Schüler mit einem Jamei, rei (sprich: jame-i re-i) worauf alle ihre Hände vor ihren Kniee auf den Boden legen und den Oberkörper nach vorne beugen. Nachdem der Lehrer/Meister aufgestanden ist tun dies auch die Schüler. Dies alles zeigt an, dass wir die Lehre annehmen und den Anweisungen des Lehrers/Meisters folgen werden.
  • Verbeugung vor dem Partner
    Hier wird dem Partner Respekt erwiesen, das er sich für die Übung zur Verfügung stellt und sich gleichzeitig entschuldigt falls man ihn unbeabsichtigt Schmerz zufügen sollte. Falls man nicht mehr konzentrationsfähig ist, sollte man hier eine Pause einlegen, indem der Partner nach der Verbeugung höflich abgelehnt wird, um eine eventuelle Verletzung zu vermeiden. Falls der Lehrer/Meister sich vor einem verbeugt gibt es kein Ablehnen.
  • Lehrer/Meister
    Leitet das Training und seinen Anweisungen sind Folge zu leisten. Er hat das Recht einen Schüler aus dem laufenden Training auszuschließen. Während des Trainings sind Diskussionen mit ihm untersagt. Er ist das Bindeglied einer langen Kette von Lehrern/Meistern und selbst noch Schüler gegenüber seinem Lehrer/Meister. Andere Ausdrücke sind Sensai (jap.), Sifu (chin.) und Guro (thai., ind.).
  • Allgemeines
    Der Umgangston im Dojo ist freundlich & höflich, Kraftausdrücke haben hier nichts verloren. Wer zu spät kommt, meldet sich beim Trainingsleiter und wer sein Training kurz unterbrechen muss, meldet sich ab.